Arbeitskreis Krankenhaus

Historie und Ziele

Die meisten Krankenhäuser wissen heute genau, welche Erlöse in einzelnen Bereichen erzielt werden. Auch die Kosten für medizinische Leistungen sind bestens bekannt. Einzig die Kosten für das Facility Management (FM) sind häufig noch eine Black-Box. Dabei sind die FM-Kosten mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 30% eine nicht zu vernachlässigende Größe. Gleichzeitig wird auch durch die Einführung der DRGs nach immer professionelleren Vorgehensweisen und Optimierungspotentialen gesucht.

Mit der Entwicklung der Richtlinie GEFMA  812 „ Gliederungsstruktur für FM-Kosten im Gesundheitswesen“ hat der Arbeitskreis Krankenhaus Wege aufgezeigt, die zu mehr Transparenz und damit zu fundierteren Entscheidung für Führungskräfte beitragen.

Die Durchführung von Benchmark-Vergleichen soll Krankenhäusern zur besseren Positionierung im Wettbewerb verhelfen.

Themen und Instrumente

Seit 2005 arbeitet der AK unter aktiver Mitwirkung von Krankenhäusern aus ganz Deutschland an einer aufwandsgerechten Zuordnung von FM-Kosten zu so genannten Raum-Clustern. Diese Vollkostenzuordnung zu Raum-Clustern ermöglicht es im ersten Schritt, Raumnutzungen aber auch Leerstände den Funktionsbereichen in Kliniken zuzuordnen. Im zweiten Schritt wird damit ein FM-Vollkosten-Vergleich der Krankenhäuser ermöglicht, der den Gegebenheiten und machbaren Datenerhebungen im Alltag entspricht. Im dritten Schritt werden damit Werte für eine Nutzung der Raum-Cluster-Aufwendungen in die Fallpauschalen-Kalkulationen der Krankenhäuser erzeugt. Mit dem Eingang der FM-Kosten in die Kalkulation der medizinischen Fälle werden FM-Leistungen zum direkten Wertbeitrag in der Erlös- und Aufwandsplanung von Krankenhäusern.

Die Vergleichsdaten können von allen beteiligten Krankenhäusern genutzt werden und stehen ihnen anonymisiert zur Verfügung.

Die Einsatzmöglichkeiten der Kostenzuordnungen nach GEFMA 812 liegen u.a. im Flächenmanagement, im internen Benchmark-Vergleich und im Vergleich mit anderen Krankenhäusern sowie in der Ermittlung von spezifischen Raumkosten. Es ist ein elementarer Hebel um Einsparpotentiale zu entdecken. Ferner ist die Nutzung der Daten für die verursachungsgerechte Zuordnung von FM-Kosten in den Fallpauschalen-Kalkulationen des medizinischen Kerngeschäfts nicht zu unterschätzen.


In den Arbeitskreistreffen werden u.a. konkrete Ergebnisse der Datenvergleiche und der Herleitung der Raum-Cluster sowie die Kostenzuordnungen und -gewichtungen diskutiert. Die Teilnahme an den Benchmarkrunden ist gegenwärtig kostenfrei und verpflichtet auch nicht an der Teilnehme der Arbeitskreistreffen. Allerdings sind gerade diese den Erfahrungen nach sehr entwicklungsfördernd. Der Arbeitskreis trifft sich ca. 2 x im Jahr. Darüber hinaus läuft der Austausch überwiegend elektronisch.

Weitere Informationen zum Benchmarking (40 kB)

Zielesetzung 2010

Der AK plant für das Jahr 2010 folgende Aktivitäten:

  • Überarbeitung der GEFMA Richtlinie 812
  • Kreis der teilnehmenden Krankenhäuser soll ausgebaut werden – Fachvortrag und Fachartikel
  • Durchführung von FM-Vollkosten-Vergleich  -  Erhebung von Brutto/Netto-Daten ab April bis September

Sprecherin AK Krankenhaus: Dr. Sigrid Odin  (50 kB)