Arbeitskreis Krankenhaus

AK- Zielsetzung

Der GEFMA-Arbeitskreis „Facility Management im Krankenhaus“ arbeitet unter aktiver Mitwirkung von Krankenhäusern aus ganz Deutschland an einer kerngeschäftsnahen Zuordnung von FM-Kosten. Der Arbeitskreis hat sich für die Zukunft folgende Aktivitäten vorgenommen:

  • Erarbeitung einer weiteren Richtlinie zu den FM-Kosten im Krankenhaus mit dem Ziel, Eckpunkte für die Steuerung und Planung von FM-Raumkosten innerhalb der Krankenhausplanung zu empfehlen
  • Unterstützung der Gesamtkostenbetrachtung für einen Patienten bzw. eine Fallgruppe, um so ausgehend vom Fall-Mix des jeweiligen Krankenhauses Optimierungsziele in den Unterstützungsprozessen zu bestimmen
  • Gemeinsam mit Medizin-Controllern ableitbare Steuerungserfordernisse/-werkzeuge für die Klinikplanung erarbeiten
  • Durchführung einer vergleichenden Bewertung von Raum-Vollkosten in Anlehnung an die bundesweit gültige InEK-Methodik

Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des Kreises der mitwirkenden Krankenhäuser. Weitere Teilnehmer sollen dabei u.a. über Fachvorträge und Fachartikel angesprochen werden.

Arbeitsweise und Instrumente

Im Arbeitskreis arbeiten Mitarbeiter von Krankenhäuser aus ganz Deutschland. Dabei haben gegenwärtig 29 Krankenhäuser an einem konkreten Benchmarking zur Ermittlung von FM-Kosten teilgenommen. Weitere Krankenhäuser sind an den stattfindenden Arbeitskreistreffen beteiligt.

Die Teilnahme an den Benchmark-Runden ist gegenwärtig kostenfrei und verpflichtet nicht zu der Teilnahme an den Arbeitskreistreffen. Allerdings zeigen sich gerade diese den Erfahrungen nach als sehr entwicklungsfördernd.

Der Arbeitskreis trifft sich ca. 2 x im Jahr. Darüber hinaus läuft der Austausch überwiegend elektronisch oder auch fernmündlich.

Nutzen der gemeinsamen AK-Aktivität

  • Wege aufzeigen, die zu mehr Transparenz und zu fundierten Entscheidungen in der Optimierung von Unterstützungsaufwendungen in Bezug auf das Kerngeschäft führen
    • spezifische Raum-Vollkosten ermitteln, transparent und differenziert darstellen
    • Leerstandskosten und Auslastungen der Funktionsbereiche aufzeigen
    • FM-Vollkosten-Vergleich im internen und externen Benchmark ermöglichen
    • Anonymisierte Benchmark-Vergleiche der Krankenhäuser durchführen
    • Raum-Vollkosten für eine Nutzung in der Fallpauschalen-Kalkulation erzeugen
    • FM-Kosten als direkt erkennbaren Wertbeitrag in die Erlös- und Aufwandsplanung einbinden
  • Eine Gegenüberstellung der Ein- und Ausgaben bei den Kosten der nicht medizinischen Infrastruktur führt das einzelne Krankenhaus zu konkreten Handlungsfeldern. Ausgehend von den Erfordernissen des medizinischen Kerngeschäfts können Maßnahmen festgelegt werden, mit denen eine bessere Wirtschaftlichkeit erzielt wird.

Die Umsetzung der Nutzung der Daten für die verursachungsgerechte Zuordnung von FM-Kosten in den Fallpauschalen-Kalkulationen des medizinischen Kerngeschäfts ist zwar noch ein Entwicklungsweg in den einzelnen Kliniken, aber mit der Mitwirkung der Medizin-Controller im Arbeitskreis ein konkret zu erreichender Nutzen.

 

Sprecher AK Krankenhaus: Dipl.-Ing. Andreas Göcke, MBA (24 kB)